Lupus Rex et Regina

lebendige Geschichte




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Seid willkommen!!!

Mein Name ist Brighid Lady of Roscommon .

Mein bürgerlicher Name ist Birgitt Dörfer, man nennt mich auch "Die Wölfin".Zu
Zum Gruppennamen:
Lupus Rex
bedeutet "König der Wölfe" oder "königlicher Wolf".
"Canis lupus hattai" oder auch genannt "canis lupus rex" ist der Schönste und Größte der Wölfe auf dieser Erde.

Wie kam ich zum Mittelalter??
1999 begegnete mir das Mittelalter durch meine Freundin Lisi. Sie hatte schon Mittelaltermärkte besucht, war "gewandet" und auch durch ihre Geschwister, die begeisterte Rollenspieler waren, wußte sie daher mehr als ich darüber.
Ich hatte von allem Null-Ahnung.
 Mein erster Mittelaltermarktbesuch war in Speyer, direkt am Dom. Es war ein heisser und trockener Sommertag. Ein leichter Wind wirbelte bisweilen den Sandstaub auf. Viele Menschen, eigenartig gekleidet, raunten sich zu "Corvus Corax spielt gleich" und alles strömte zu einer kleinen Holzbühne. Wir natürlich auch.
Ich suchte als Musikerin das Szenario auf Mikros, Kabel und Gesangsanlage ab.. ich fand nichts.

Die Jungs standen auf der Bühne spielten wie wie Teufel, die Menge tobte und tanzte. Die Instrumente eigenartig, neue Töne... gut und durchaus tanzbar. Ich fand Rockelemente wieder. Es war ein Beat da, der schneller geht als der eigene Herzschlag und das treibt einen an sich zu bewegen. Vom Aussehen her sahen sie eher aus, wie Teufel direkt der Hölle entsprungen.

Ich nehme auch nicht an, daß sie in diesem Outfit vorhatten als Sachbearbeiter in einer Bank tätig zu sein und an den Reaktionen der weiblichen Zuhörer konnte ich sehen, daß die Herren Raben eine gewisse sexuelle Attraktivität ausstrahlten.

Nun, an diesem Tag fasste ich, wenn auch erst nur halbherzig den Entschluss, mich diesem "Mittelalter" mehr widmen zu wollen.

Ein paar Monate später ging es nach Hirschhorn auf den Markt. Natürlich noch in Zivilkleidung.

An einem Stand funkelte mich ein wunderschöner Einhänder an.
Ganz vertieft in die Betrachtung des Tschechen-Stahl-Erzeugnisses, ich muss zugeben, dass ich Heavy-Metal nur in sächlicher Form leidenschaftlich liebe, sprach mich plötzlich ein Mann an.
Der Inhaber, Herbert Wägelein, mittlerweile ein guter Freund und Liebhaber meiner Küche, forderte mich auf es doch in die Hand zu nehmen. Er sah das Funkeln in meinen Augen und zwinkerte mir mit einem verschmitzten Lächeln zu.

Ich fragte Herbert was das Schwert wohl koste, er nannte mir den Preis, genau so viel Geld hatte ich dabei und keinen Cent mehr. Wortlos bezahlte ich das Schwert. Hätte wohl noch gern ein Bierchen getrunken aber das war`s  mir wert.

Excalibur, mein Schwert, war der Anfang...... was dann kam könnt ihr hier betrachten.

Meine Einstellung, meine Rolle:
Dieses Hobby hat kein Ende. Ich werde mich stets ändern, weil ich mich weiterentwickele.
Stillstand ist der Tod.

So wie mein Schwert seine Scharten bekommen hat, habe ich in diesem Metier einige Erfahrungen gemacht, die Spuren hinterlassen haben.
Gute und schlechte. Man lernt, der Stahl wird härter.


Man fragt mich oft, warum ich in Männerkleidern gewandet bin und Waffen trage.
Antwort: Es macht mir Spaß und es ist bedeutend bequemer.
Ich, als Frau,  erhebe nicht den Anspruch ein "Ritter" zu sein.
Aber "ritterlich" im Umgang mit meinen Mitmenschen zu sein, ist eine meiner von mir gewählten Aufgaben... das ist Arbeit.
Ich leugne meine Weiblichkeit nicht!!!
Aber man muss da was trennen.
Ich heiße nicht Xena, ich bin weder eine keltische Kriegsfürstin, noch fühle ich mich dem Stamme der Amazonen zugehörig.
Wenn ich Männerkleider trage, stelle ich einen Mann dar und wen ich Frauenkleider trage, bin ich eine Adlige.
Dies ist legitim, denn in diesem Hobby stellt jeder eine von ihm gewählte, nicht wirklich existierende, Rolle dar.
Ich wählte, das ist mein persönlicher Luxus, zwei Rollen. Weibliche Ritter gab es nicht.
Auch wenn es wohl belegt ist, daß es kämpfende Frauen gab und diese auch mit ritterähnlichen Privilegien versehen waren.
Um Diskussionen zu vermeiden, denn dieses Thema wird bei Sachverständigen immer noch sehr kontrovers besprochen, habe ich mich für diese Variante entschieden.
Meine Freunde sehen in jeder Rolle die Birgitt und sprechen mich auch so an. Dafür kann ich leider nichts ;-))))

Menschliche Aspekte, Insiderwissen:
Jeder in dieser Szene, der sich eine Rolle gewählt hat, ich sage jeder, hat das Bedürfnis sich dadurch von der Masse abzutrennen, möchte auffallen, anders bzw. etwas Besonderes sein.
Chefs werden zu Knechten und Sekretärinnen verwandeln sich in edle Damen.
Ein Ausgleich zum Alltag... wie in jedem anderen Hobby auch, nur mit dem Unterschied eben, daß man jemand anderes sein kann.

Ich frage mich oft, warum sich Männer danebenbenehmen die sich Ritter nennen.
Proleten nennen sich leider oft "Ritter" und neurotische Krampfhennen nennen sich "von".

Mittelalterdarstellung ist nicht gleichzusetzen mit dem Karneval, eine Zeit, in der man sich ein Kostüm überzieht, alle geltenden Regeln des Miteinanders über Bord wirft und über die Stränge schlägt.
Idealerweise lebt man seine Rolle in diesem Metier auch glaubwürdig, zuverlässig und echt.
Man wird auch hier, denn es existiert ein gut funktionierendes soziales Netz, für jeden Fehltritt zur Verantwortung gezogen.
Aber man soll auch Spaß dabei haben dürfen.
Seit ich dieses Hobby gewählt habe, konnte ich beobachten, daß die Gruppenzusammenstellungen sich oft ändern. Ich nehme an, das liegt auch daran, daß trotz gleichem Interesse die Prioritäten ungleich verteilt sind oder
weil die Menschen einfach zu verschieden sind. Auf die Schnelle eine große Gruppe haben zu wollen, ist oft mit großen Problemen verbunden.
Es gibt zuviel "Blabla", jeder gibt seinen Senf dazu, aber bewegt wird nichts.
Demokratie ist von der Moderation abhängig. Es muß Einen geben, der die Ziele im Kopf hat, wichtige Themen zur Diskussion stellt, ordnet,  zusammenfasst, die Machbarkeit prüft und auch delegiert.

Die Mittelalterszene ist leider auch ein Haifischbecken. Von den Geldhaien rede ich jetzt mal lieber nicht.

Bedauerlicherweise wandeln viele Personen mit Störungen in der Selbstwahrnehmung, oder mit extremem Geltungsbedürfnis, oder sonstigen Neurosen von Gruppe zu Gruppe, machen sich wichtig und andere schlecht, reden mit Schlangenzungen
und wundern sich dann warum sie keiner mag.

Tipp:
Die Gewandung hilft dir nicht deine Probleme zu verstecken.

Nicht durch das Überstreifen einer Super-A-Klamotte
("A" > authentisch DEF.: Darstellung möglichst zeitnah und geschichtlich korrekt),
nicht durch Strebertum oder Wichtigtuerei erhält man Aufmerksamkeit, Liebe, Anerkennung und Freunde.

Was hab ich davon, wenn mir einer in Super-"A"-Klamotte gegenübersteht, der menschlich gesehen ein totales "A"-Loch ist???

Fazit:
Ich bin vielleicht nicht in allen Bereichen perfekt aber ich bin immer noch "ICH".

Ich bin mal stark und mal bin ich schwach.
Falls Fall zwei vorkommt, werde ich wundersam von der Gemeinschaft getragen die sich "Ritter" nennt und es auch ist.
Falls der erste Fall eintritt, stehe ich in einer Reihe mit ihnen und kämpfe.
Mit dem Schwert oder ohne.

Lupus Rex existiert nun schon seit 8 Jahren und das nicht ohne Grund.
Überzeugen Sie sich davon!!!

Viel Spaß beim Besuch der Seiten.

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