Lupus Rex et Regina

lebendige Geschichte



Zum Namen:

Der Sage nach hatte Kaiser Barbarossa eine Wäscherin als Geliebte, der er die Burg geschenkt, auf der sie dann ständig gewohnt habe und die somit die Wäscherburg genannt worden sei.

1271 tauschte Ritter Konrad von Staufen, genannt Wascher, mit dem Kloster Lorch Güter im Nibelgau (Gegend östlich von Welzheim) gegen einen "Besitz in Büren". Den Beinamen .,Wascher" führen später die Burg, der Hof und die Ortschaft (Wäscherburg, Wäscherhof, Wäschenbeuren).

1380 kommt die Bezeichnung Weschenburg erstmals urkundlich vor.

1699 wird der Wohnbau der Burg schloßartig umgebaut und Schloß "Wäscherburg" genannt. Im Volksmund kam dann die Bezeichnung Wäscherschloß oder auch Schlößle auf.

 

Geschichte:

Als Vorfahren der Hohenstaufen gelten die Herren von Büren, ein dem Hochadel angehörendes fränkisches Grafen- und Pfalzgrafengeschlecht, welches wohl durch Heirat in den Besitz des Gebietes zwischen Lorch und dem Hohenstaufen (die heutige Markung Wäschenbeuren und Umgebung) kam.

Heute geben noch drei Stätten, die als zusammengehörende Einheit zu betrachten sind, von diesem Gebiet Büren Zeugnis:

die Stelle über dem Beutental, wo heute das Wäscherschloß steht, erste Anlage schon im 10./11. Jahrh., heutige Anlage um 1200,die Ortschaft Wäschenbeuren, das frühere Büren, wo sich ehemals ein Meierhof (Sitz eines königl. Verwaltungsbeamten) befand, dazwischenliegend der "Burren", ein von einem Wallgraben umgebener Hügel, auf dem im 11. Jahrh. ein Turm stand.


Im Stammbaum des Kaisers Friedrich I. (Barbarossa), den dieser erstellen ließ, tritt als erster ein nur mit "Friedrich" benannter Vorfahre auf. Dessen Sohn erscheint in der Stammfolge als Friedrich von Büren, welcher sich 1044 mit der im Elsaß reich begüterten Grafentochter Hildegard von Egisheim vermählte. Diese Stammeltern der Hohenstaufen dürften als die Erbauer des Turms auf dem Burren und der ersten größeren Wehranlage der Burg Büren (11. Jahrh.), des späteren Wäscherschlosses, anzusehen sein. Der älteste Sohn dieses Friedrich von Büren und der Hildegard von Egisheim, wiederum ein Friedrich von Büren, war ein treuer Gefolgsmann des Salierkaisers Heinrich IV.. Friedrich begleitete den von der Kirche gebannten Kaiser 1077 auf seinem berühmten Gang nach Canossa. In Anerkennung seiner Verdienste und Treue bekam er die Tochter des Kaisers, Agnes von Waiblingen, zur Frau und das Herzogtum Schwaben als Heiratsgut.


1079 wird Friedrich Herzog von Schwaben, erbaute um 1080 auf dem nahegelegenen Berg Hohenstaufen eine Burg, wonach sich dann später das Geschlecht derer von Büren von Hohenstaufen nannte. Herzog Friedrich von Schwaben stiftete mit seiner Gemahlin Agnes und den Söhnen Friedrich und Konrad 1102 das Kloster Lorch als Hauskloster und Grablege für ihr Geschlecht. Der Aufstieg der Staufer zur Macht beginnt durch rasche Standeserhöhung und Besitzerweiterung derer von Büren.

Die Besitzer der Burg:
11. - 12. Jahrh. Sitz der Herren von Büren, danach staufische Dienstmannenburg. Mitte des 13. Jahrh. kam die Burg unter dem Stauferkönig Konrad IV. in den Besitz vom Kloster Lorch.

 


1271 wird Ritter Konrad von Staufen, genannt Wascher, urkundlich Besitzer der Burg.

 

Ende des 13. Jahrh. Übergang der Burg in das Eigentum der Herren von Rechberg zu Staufeneck.
Im Bauernkrieg 1525 wurde die Wäscherburg im Gegensatz zu der Burg Hohenstaufen und dem Kloster Lorch nicht zerstört.

 

1464 - 1857 ist der österreichische Lehenshof in Innsbruck Eigentümer, und das seit Konrad Wascher (1271) bestehende Rittergut Wäschenbeuren wird fortan das "Österreichische Schwabenlehen" genannt, mit dem verschiedene Adelsgeschlechter belehnt wurden.

1857 Verkauf des Österreichischen Schwabenlehens (Herrschaft samt Burg) für 155 000 Gulden an die württembergische Staatsverwaltung.
 
Heute ist das Land Baden-Württemberg Eigentümer des Wäscherschlosses.

Um das Andenken an die Staufer wachzuhalten, zu fördern und die Liebe zur Heimat zu vertiefen, wurde 1960 von privater Hand mit Genehmigung der zuständigen staatlichen Stellen eine Staufergedächtnisstätte und ein Heimatmuseum mit Gegenständen aus der ehemaligen Herrschaft Büren eingerichtet.


Zu unseren Freunden zählen der Verwalter und Pächter Paul Kaisser und dessen Sohn Thomas Kaisser.
Diese Seite wurde mit der Unterstützung beider erstellt.


Paul Kaisser verstarb plotzlich und unerwartet im Sommer 2008.

Es enstand eine äußerst peinliche Schlammschlacht um die Burg.
Der Förderverein löste sich auf, die Pacht wurde gekündigt.
Die unzähligen liebevoll gesammelten Besitztümer Paul Kaissers wurden verkauft.
Die Zukunft des Wäscherschlosses war eine Zeit lang ungewiss.

 

2011 Das Land Baden-Württemberg  hat nun die Burg nach einer längeren Umbauphase an einen neuen Pächter vergeben.

Das Wirken Pauls wird unerreicht bleiben.